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Oberschenkelhalsbruch – eine Gefahr im Alter

Oberschenkelhalsbruch

Im Alter sind eine Vielzahl an Menschen etwas wackelig auf den Beinen, wodurch es zu ärgerlichen Stürzen kommt. Eine Folge ist der Oberschenkelhalsbruch. Oft ist für die Heilung eine Operation nötig und eine Erholungsphase, die bis zu einem Jahr andauert. Mitunter ist es eine Zeit, die maßgeblich Ihren Lebensabschnitt ändert.

Hier im Ratgeber berichten wir umfangreiche Details zur Oberschenkelhalsfraktur. Lesen Sie, wie eine Behandlung abläuft und was Sie bei dieser Verletzung beachten sollten. Zusätzlich: Mit gezielten Übungen senken Sie als Senior das Risiko für einen Sturz. Erfahren Sie vorbeugende Maßnahmen zur Sturzprävention.

Der Oberschenkelhalsbruch – wo ist die Bruchstelle?

Der Oberschenkelknochen (Femur) ist der größte Knochen des menschlichen Skeletts und befindet sich zwischen Knie und Becken. Der Knochen besteht aus verschiedenen Abschnitten. Das Becken zusammen mit dem Oberschenkelkopf ergibt das Hüftgelenk. Am Oberschenkelkopf liegt der Schenkelhals.

Es folgen der große und kleine Rollhügel und der lange Schaft, der bis zum Knie reicht und mit dem Gelenkknorren endet.

Bei einem Sturz fallen Sie womöglich auf die Hüfte. Ältere Knochen brechen leichter, da, sie altersbedingt unter Knochenschwund leiden. Die Knochen sind anfälliger, sodass bei einem ungünstigen Aufprall der Knochen am Schenkelhals bricht. Ist dies der Fall, wird von einem Oberschenkelhalsbruch (auch Schenkelhalsbruch, Schenkelhalsfraktur oder Fermurhalsfraktur) gesprochen.

Wenn der Knochen ein Stück weiter unten, nach dem großen Rollhügel bricht, ist von einem Oberschenkelbruch die Rede.

Ursachen: Wie kommt es zu einem Oberschenkelhalsbruch?

Zu den Risikofaktoren für einen Oberschenkelhalsbruch im Alter zählen meist Stürze oder Vorerkrankungen. Bei jüngeren Personen oder Kindern tritt eine Fraktur am Oberschenkelhals sehr selten auf. Hier ist eine hohe Krafteinwirkung wie durch einen Unfall oder Krankheiten erforderlich. Patienten haben größtenteils das 60. Lebensjahr überschritten, sodass typischerweise der Oberschenkelhalsbruch bei Senioren anzutreffen ist.

Stürze sind im Alter nicht unbedenklich

Bei älteren Menschen ist ein Sturz nicht zu unterschätzen. Landen Sie unglücklich auf die Hüfte oder wird hier Bein zu sehr gestreckt oder verdreht, bricht eventuell der Oberschenkelhals.

Warum Sie hinfallen, hängt von verschiedenen Faktoren ab. U. a. sind diese drei Faktoren häufige Auslöser für ein Stürzen:

  • Rutschige Oberflächen oder Stolperfallen im eigenen Wohnraum: Eine Teppichkante, eine Eingangsstufe, beim Treppensteigen der Kellertreppe oder nasse Fließen ohne rutschhemmende Beschichtung im Badezimmer. Die Liste an möglichen Gefahren ist lang. Vor allem bei nasser Witterung bilden vor der Haustür und im Hausflur rutschiges Laub, oder Steine mit glatter Oberfläche ein Sturzrisiko. Auch im Winter bei vereisten Wegen und rutschigem Schnee passieren etliche Unfälle.
  • Ein unsicherer Gang wird durch Alkohol und Medikamente begünstigt.
  • Altersbedingte Beeinträchtigungen: Bei älteren Menschen sind motorische Fähigkeiten eingeschränkt. Falls Sie weniger gut sehen, unter Koordinationsschwierigkeiten, Schwindel oder Kreislaufstörungen leiden, sind Stürze wahrscheinlicher.

Alle drei Punkte lassen sich durch eine Sturzprophylaxe „in Schach halten“. Am Ende dieses Ratgebers geben wir Tipps, wie Sie sich vorbeugend vor Stürzen schützen.

Sind Menschen mit Vorerkrankungen anfälliger?

Ja, Vorerkrankungen stellen ein erhöhtes Risiko dar, unachtsam auf den Boden zu fallen. Es gibt mehrere Erkrankungen, die Stürze oder einen Oberschenkelhalsbruch begünstigen. Mit dazu gehört Osteoporose, auch Muskelschwund genannt, wo die Knochendichte abnimmt. Die Knochen sind bei dieser Erkrankung zerbrechlicher, sodass eine geringe Krafteinwirkung zum Bruch führt.

Bei der Osteoporose kommt es in seltenen Fällen ohne Sturz zum Bruch. Schleichend wird der Knochen brüchig und bricht zu einem späteren Zeitpunkt durch.

Parkinsonpatienten reagieren aufgrund einer Muskelschwäche langsamer, wodurch auftretende Hindernisse nicht schnell genug gesehen werden. Ähnlich ist es bei Menschen mit Demenz und Alzheimer, die Entfernungen falsch einschätzen. Die Treppenstufe ist plötzlich weiter weg als zunächst angenommen, sodass es zu Stürzen kommt.

Ein Oberschenkelhalsbruch wird ebenfalls durch einen Tumor ausgelöst.

Welche Symptome treten beim Oberschenkelhalsbruch auf?

Bei einem Oberschenkelhalsbruch treten zwei Szenarien ein:

  • Sie haben starke Schmerzen im Leisten-, Hüft- und Beckenbereich. Ihr Bein lässt sich ohne Schmerzen nicht mehr bewegen. Einige Patienten bemerken auch einen Schmerz im Kniegelenk.
  • Sie haben keine Schmerzen und bemerken nichts.

Der zweite Fall klingt zunächst angenehmer, stellt aber eine große Gefahr dar. Es ist wichtig, den Bruch zeitnah zu behandeln, um nicht bettlägerig zu werden. Wird er nicht behandelt, kann dies im unglücklichsten Fall sogar zum Tod führen.

Weitere Symptome eines Oberschenkelhalsbruchs:

  • Schwellungen und auch Blutergüsse
  • Verdrehtes Bein oder verschieden lange Beine
  • Begleitverletzungen

Falls Sie auf Nummer Sicher gehen wollen, besuchen Sie bereits bei leichten Beschwerden einen Arzt.

Der Besuch beim Arzt – eine eindeutige Diagnose erhalten

Jemand aus der Orthopädie oder ein Arzt stellt mit einer Untersuchung wie einem Röntgenbild fest, ob tatsächlich ein Oberschenkelhalsbruch vorliegt. Ist fortgeschrittener Muskelschwund (Fachwort: Osteoporose) vorhanden, reicht ein Röntgenbild womöglich nicht aus. Es ist dann eine Magnetresonanztomografie (MRT) oder eine Computertomografie (CT) nötig.

Vorab wird Ihr Arzt Ihr Bein bzw. Hüfte betrachten, um Wunden, Rötungen oder Prellungen zu identifizieren. Ferner stellt er Ihnen gängige Fragen, wie und wann der Unfall passiert ist. Oder welche Schmerzen Sie an welchen Körperstellen haben.

Welcher Schweregrad des Oberschenkelhalsbruchs liegt vor?

Der nächste Schritt ist, eine geeignete Behandlungsmethode zu wählen. Für eine bessere Einschätzung wird der Schweregrad des Bruchs ermittelt, denn je nachdem wie der Bruch aussieht, liegen drei verschiedene Schweregrade vor.

Arten Oberschenkelhalsbruch

Oberschenkelhalsbruch

Allgemein ziehen Ärzte die Arbeiten von Friedrich Pauwels heran. Der deutsche Chirurg hat eine Klassifikationssystem („Pauwels Klassifikation“) bestimmt, die es vereinfacht eine richtige Behandlungsmethode zu wählen. Zur Rate wird hier der Winkel zwischen dem Oberschenkelkopf und der Bruchkante am Schenkelhals gezogen. Ist der Winkel groß, ist eine Operation oft erforderlich.

  1. Schweregrad oder Pauwels-1-Fraktur: Ist der Winkel bis 30 Grad groß, haben Sie noch einmal Glück im Unglück gehabt. Eine Operation ist meist nicht erforderlich.

  2. Schweregrad, Pauwels-2-Fraktur: Der Winkel ist 50 Grad groß. Die Wahrscheinlichkeit für eine Operation nimmt zu.

  3. Schweregrad, Pauwels-3-Fraktur: Wenn dieser Fall vorliegt, ist der Winkel größer als 70 Grad und die Notwendigkeit einer Operation sehr wahrscheinlich.

Oberschenkelhalsbruch Behandlung mit und ohne Operation

Je nachdem welcher Schweregrad vorliegt, ist der richtige Behandlungsweg zu wählen.

Der Oberschenkelhalsbruch nimmt eine laterale oder mediale Form an. Die beiden Formen beschreiben, wo sich der Bruchspalt befindet. Dieses Wissen ist für die spätere Behandlung bedeutungsvoll.

Oberschenkel Knochenaufbau

In den meisten Fällen liegt eine mediale Schenkelhalsfraktur vor. Dies bedeutet, dass die Bruchstelle innerhalb der Gelenkkapsel liegt und die Blutversorgung des Hüftkopfes nicht mehr 100 % funktioniert. Oft haben sich die einzelnen Bruchstücke verschoben und müssen daher operativ wieder an die richtige Stelle geschoben werden. Liegt keine Verschiebung vor, ist es denkbar, dass keine Operation notwendig ist. Eine laterale Schenkelhalsfraktur, wo der Bruch außerhalb der Gelenkkapsel liegt, ist selten.

Es sei gesagt: Häufig ist bei einem Oberschenkelhalsbruch eine Operation nötig. Stellen Sie sich auf ein Verfahren mit einem operativen Eingriff ein.

Ohne OP – eine Ausnahme und eine lange Heilungsdauer erwartet

Ohne Operation („konservative Therapie“) heilt der Bruch nur, wenn eine Pauwels-1-Fraktur vorliegt. Auch bei einem leichten Bruch ist je nach Form des Bruchs womöglich eine Operation notwendig. Ein Oberschenkelhalsbruch, der keinen operativen Eingriff erfordert, ist eher eine Ausnahme.

Wenn keine OP angesetzt wird, benötigt Ihr Körper eine lange Heilungsdauer. Die Bruchkanten müssen wieder zusammenwachsen. Damit dies gelingt, dürfen Sie das Bein nicht belasten. Es wird ruhiggestellt.

Ihre Beweglichkeit ist stark eingeschränkt, wodurch Folgeerkrankungen möglich sind. Ihre Muskelmaße nimmt ab, die Sie nach und nach mit einer Rehabilitation wieder aufbauen müssen.

Mit OP – schnelles Handeln ist gefragt

Zu medizinischen Themen liegen Studien vor, die den Behandlungserfolg beschreiben. Beim Oberschenkelhalsbruch fand die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie heraus, dass ein rechtzeitiger Eingriff die Heilungschancen enorm erhöht.

Der Zeitraum zwischen Bruch und OP sollte innerhalb von 24 Stunden erfolgen. Falls zu lange gewartet wird, erleiden Gefäße unter Umständen einen Schaden. Ist dies der Fall, wird die Blutversorgung zwischen Schenkelhalsknochen und Hüftkopf eingestellt. Die Folge kann eine Hüftkopfnekrose, ein absterben des Knochenkopfes sein.

Um diese Gefahr zu reduzieren, gehen Sie zeitnah bei einem Verdacht zum Arzt. Um den Sachverhalt auf den Punkt zu bringen: Es ist angebracht sofort mit der Behandlung zu beginnen. Wenn Sie zu lange zögern, sind die Heilungschancen sehr gering. Es kann zu Komplikationen kommen, wodurch Sie zum Pflegefall werden. Im ungünstigen Fall sterben Sie an einem nicht behandelten Oberschenkelhalsbruch.

Ist Ihr Hausarzt nicht erreichbar, bewegen Sie sich zur Unfallchirurgie des nächstgelegenen Krankenhauses oder Klinik. Bei einem Oberschenkelhalsbruch werden Sie sich selbst kaum bewegen. Schmerzen in der Bewegung Ihres Beines verhindern einen normalen Gang. Auch treten womöglich Schwellungen oder Blutergüsse auf. Falls Sie niemand zum Arzt fahren kann, rufen Sie den Notdienst.

Wie hoch ist das Sterberisiko bei einem Oberschenkelhalsknochen?

Wenn ein Oberschenkelhalsknochen nicht rechtzeitig behandelt wird, kann dies zum Tod führen. Betrachten wir die Oberschenkelhalsbruch-Sterblichkeit sind nach 30 Tagen 10 % der Sturz-Patienten gestorben und 20 % bettlägerig. Einige Menschen ziehen nach einem Bruch in eine Pflegeeinrichtung.

Durch moderne Behandlungsmethoden, frühzeitiger Erkennung und rechtzeitiges Handeln ist Schlimmeres verhinderbar.

Zwei Operationsmethoden zur Behandlung des Oberschenkelhalsbruchs

Es liegen zwei Operationsmethoden vor:

  • Hüftkopferhaltende Methode
  • Hüftkopfersetzende Methode

Welche Methode gewählt wird, hängt von mehreren Faktoren ab. U. a. diese:

  • Aussehen der Bruchlinie
  • Alter des Patienten
  • Zustand des Knochengewebes
  • Etc.

Hüftkopferhaltende Methode – die Osteosynthese

Wenn der Knochen bricht, liegen die Bruchkanten, die Knochenstücke nicht mehr direkt gegenüber. Damit die Bruchstücke richtig zusammenwachsen, bringt der Chirurg sie wieder in Stellung. Mit Implantaten, Nägeln, Schrauben oder Platten werden die Bruchkanten zusammengehalten.

Diese Vorgehensweise nennt sich Osteosynthese oder die hüftkopferhaltene Methode. Ihre Knochen verbleiben im Körper und werden statt sie auszutauschen repariert.

Welche Risiken gibt es bei dieser Methode?

Damit die hüpferhaltene Methode funktioniert, muss eine gute Durchblutung vorhanden sein. Je älter Sie sind, desto wahrscheinlicher ist es, dass die Durchblutung des Hüftkopfes abnimmt. Bei Menschen, die älter als 65 Jahre sind, wird aus diesem Grund oft die andere Methode empfohlen.

Ferner kann sich die Fixierung, die beide Bruchstücke zusammenhält, lösen. Sie müsste dann durch eine weitere Operation ersetzt werden.

Wie lange dauert ein Oberschenkelhalsbruch? - Heilungsdauer?

Der Aufenthalt im Krankenhaus beträgt bei der Behandlungsform der Osteosynthese circa anderthalb Wochen. Danach sind Reha-Maßnahmen erforderlich, um normal gehen zu können. Nach 12 Monaten sind Implantate wieder zu entfernen.

Hüftkopfersetzende Methode – die Endoprothese

Ist die angesprochene Durchblutung des Hüftkopfes zu gering, kommt die hüftkopfersetzende Methode zum Einsatz. Hierbei wird eine künstliche Prothese eingesetzt. Sie besteht aus einem Hüftgelenk, das Hüftpfanne und Oberschenkelkopf ersetzt.

Welche Komplikationen bringt ein Oberschenkelhalsbruch bei dieser Methode mit?

Die Bevölkerung wird in Deutschland zunehmend älter, sodass nahezu täglich eine Hüfte ausgetauscht wird. Rund 100.000 Menschen sind pro Jahr von dem Bruch betroffen, sodass viel Wissen und Erfahrung vorhanden sind. Dennoch ist es ein großer Eingriff unter Vollnarkose, wo es zu Komplikationen kommen kann. Allerdings ist das Risiko für Gefäßverletzungen, Infektionen oder Thrombose eher gering.

Um das Thromboserisiko zu senken, erhalten Sie zur Vorbeugung Thrombosespritzen. Nach der Operation sind Thrombosestrümpfe zu tragen.

Wie lange ist die Heilungsdauer beim Oberschenkelhalsbruch?

Nach der OP sind die meisten Menschen schnell wieder auf den Beinen. Das künstliche Gelenk ist sofort belastbar. Dennoch müssen Sie nach dem Eingriff wieder lernen zu gehen. Dies dauert je nach Alter, Knochenstruktur und Vorerkrankungen eine gewisse Zeit. In der Regel beträgt die Heilungsdauer vier bis sechs Monate bei Menschen unter 65 Jahren. Bei älteren Personen und bei längerer Bettlägerigkeit dauert es womöglich über ein Jahr, bis der Oberschenkelhalsbruch verheilt ist.

Oberschenkelhalsbruch Reha

Reha-Maßnahmen und Kontrolle im Anschluss

Im Anschluss der Behandlung ist eine Physiotherapie anzustreben, damit Sie schnell wieder mobil sind. Bei den Reha-Maßnahmen handelt es sich um gezielte Übungen, die die Muskulatur stärken, sodass Sie wieder sicher auf beiden Beinen stehen. Zusätzlich lässt sich das Risiko für Spätfolgen wie ein Gelenkverschleiß oder eine unterschiedliche Beinlänge durch Maßnahmen vermeiden.

Sobald Sie wieder in der Lage sind, ohne Hilfe ganz normal zu laufen, ist die Behandlung erfolgreich abgeschlossen. Durch Röntgenbilder lässt sich im Nachhinein prüfen, ob Ihre Knochen sich wieder in der richtigen Position befinden. Ist alles in Ordnung, haben Sie den Oberschenkelhalsbruch überstanden.

Unterstützung durch Pflegekräfte – die Oberschenkelhalsbruch-Folgen

Nach unseren Erfahrungen ist ein Schenkelhalskopfbruch ein Risiko für ältere Personen. In einigen Fällen kommt es zur Bettlägerigkeit. Auch kann die Heilung einige Monate in Anspruch nehmen. Auf Krücken oder im Bett liegend ist der Alltag erschwert. Je nachdem, welcher Zustand vorliegt, ist ein selbstständiges Leben nicht mehr möglich. Betroffene sind auf Hilfe angewiesen, um allgemeine Tätigkeiten wie die Nahrungsaufnahme zu meistern.

Viele Betroffene erreichen nach einigen Anstrengungen wieder die Selbstständigkeit, die vor der Verletzung vorhanden war. Bis dahin ist es aber ein langer Weg. Kurzzeitig, um eine Versorgung zu sichern, besuchen einige daher eine stationäre Kurzzeitpflege. Verbessert sich der Zustand, ist ein Umzug zurück ins gewohnte Umfeld denkbar.

In der Übergangszeit zur vollständigen Genesung und in einigen Fällen ist dauerhaft eine Pflege erforderlich. Die meisten Menschen haben den Wunsch, solange wie möglich im eigenen Zuhause zu bleiben. Angehörige versuchen die Pflege zu übernehmen, doch ist dies eine Herausforderung. Oftmals wird daher nach Alternativen gesucht. Für pflegende Angehörige und der betroffenen Person ist es keine leichte Situation, eine für alle Beteiligten perfekte Lösung zu finden.

Genau in dieser oftmals schwierigen Zeit sind wir für Sie da. Die Lebenshilfe24 vermittelt Pflegekräfte aus Polen für die sogenannte 24 Stunden Pflege Zuhause. Hierdurch kann eine dauerhafte Aufnahme in das Seniorenheim vermieden werden. Die 24 Stundenpflege stellt eine ganzheitliche Betreuung und Pflege dar. Die vom Oberschenkelhalsbruch betroffene Person kann durch unsere Vermittlung und die Unterstützung der liebevollen polnischen Pflegekräfte in der gewohnten Umgebung bleiben und ein selbstbestimmtes Leben führen.

Für weitere Informationen vereinbaren Sie einen Beratungstermin. Gerne helfen wir Ihnen bei spezifischen Fragen weiter.

 

Weitere typische Fragen im Zusammenhang des Oberschenkelhalsbruches

Wie schnell kann ich nach einem Oberschenkelhalsbruch wieder laufen oder Auto fahren?

Die Heilungsdauer und der Heilungsverlauf hängen von vielen Faktoren ab und ist je nach Patient individuell zu betrachten. Eine genaue Zeitangabe zu nennen, ist daher nicht möglich. Auto fahren sollten Sie erst, wenn Sie Ihr Bein wieder normal und ohne Einschränkungen bewegen können. Bei einem Einsatz einer künstlichen Hüftprothese ist dies nach circa sechs Wochen der Fall. Vorher dürfen Sie Ihr Bein bereits teilweise belasten und mithilfe von Krücken laufen. 

Welcher Pflegegrad liegt vor?

Bei einem Oberschenkelhalsbruch liegt zunächst kein Pflegegrad (alt: Pflegestufe) vor. Mit der richtigen Nachsorge ist keine dauerhafte Einschränkung vorhanden. In einigen Fällen kann es passieren, dass sich aus dem Bruch ein dauerhafter Pflegebedarf entsteht. Ist dies der Fall, besitzen Sie einen Anspruch auf einen Pflegegrad und die damit verbundenen finanziellen Leistungen Ihrer Versicherung.

Wie hoch der Pflegegrad ausfällt, hängt von dem Pflegebedarf ab. Von Person zu Person ist dies sehr verschieden, sodass eine individuelle Entscheidung zu treffen ist.

Oberschenkelhalsbruch Krankenhaus

Sturzangst überwinden: Vorbeugen hilft und verhindert Stürze

Besonders nach einem Oberschenkelhalsbruch, der durch einen Sturz ausgelöst wurde, ist die Angst zu stürzen größer denn je. Einige ziehen sich zurück und nehmen nicht mehr aktiv am Leben teil. Es dauert seine Zeit, um wieder in die richtige Spur zu finden.

Vor dem Bruch ist die Angst geringer, aber eine Gefahr vorhanden. Es ist wichtig, mit dieser Angst umzugehen und Vorkehrungen zu treffen, wodurch die Sturzgefahr abnimmt.

Tipps zur Vorbeugung gegen Stürze:

Einen altersgerechten Wohnraum schaffen:

Statistisch gesehen kommt es im eigenen Zuhause häufiger zu Stürzen als draußen. Es ist daher von Bedeutung, mögliche „Fallen“ zu entfernen. Durchqueren Sie und auch mit Ihren Angehörigen Ihren Wohnraum und halten Sie Ausschau nach Stolperfallen.

Schaffen Sie eine altersgerechte Umgebung, indem Sie beispielsweise:

  • Einen Treppenlift installieren.
  • Ein Geländer oder Haltestangen und Haltegriffe anbringen.
  • Auf eine ausreichende Beleuchtung achten. Gerade bei nächtlichen Toilettengängen ist ein Nachlicht sinnvoll.
  • Stufen mit hellen Leisten markieren, um sie besser zu erkennen.
  • Einen rutschhemmenden Bodenbelag verlegen. Gerade im Badezimmer ist eine Antirutschbeschichtung sehr sinnvoll.
  • Einstiegshilfen für die Badewanne
  • Greifzangen als verlängerter Arm
Wenn Sie sich jetzt fragen „wer soll das alles bezahlen?“: von Ihrer Pflegekasse erhalten Sie einen Zuschuss für den altersgerechten Umbau. Voraussetzung ist eine anerkannte Pflegestufe. Es ist ein Angebot, das sich lohnt, da es Lebensqualität und vor allem Sicherheit zurückgibt.

Muskeln stärken – die Sturzprophylaxe

Es ist normal, dass Sie altersbedingt nicht mehr so fit sind wie eine 20-jährige Person. Dennoch lassen sich mit Übungen zur körperlichen Fitness Muskeln stärken, um Stürze zu vermeiden. Sie fühlen sich durch den betreuten Sport sicherer auf den Beinen. Es lässt sich sogar erlernen, richtig zu fallen. Mit einer regelmäßigen Sturzprophylaxe sind Stürze vermeidbar.

Falls Sie trotzdem fallen, ist eine gute Hüftmuskulatur ein Schutz vor Verletzungen.

Auf eine gesunde Ernährung achten

Vermutlich haben Sie es schon als Kind gehört: Gemüse und Obst sind gesund. Zur Vorbeugung von Oberschenkelhalsbrüchen ist es hilfreich, auf eine gesunde Ernährung zu achten. Mit der richtigen Nahrungsaufnahme stärken Sie zusätzlich Ihre Knochen und machen sie widerstandsfähiger.

Kalzium und Vitamin D sind hierbei wichtige Stoffe, die in Ihrer Ernährung auftauchen sollten. Verzichten Sie auf hohe Mengen Alkohol, um die Knochendichte nicht zu schaden. Auch rauchen sollten Sie nicht.

Ihr Arzt klärt Sie gerne über eine knochenstärkende Ernährung auf.

Richtige Kleidung tragen

Ein einfacher Tipp: Achten Sie auf gutsitzende Kleidung, die nicht beim Gehen stört. Eine zu lange Hose oder ein Nachthemd, das auf dem Boden schleift, kann eine Stolperfalle darstellen. Primär bei nasser Witterung achten Sie auf festes Schuhwerk.

Ferner gibt Unterwäsche mit Hüftprotektoren ein erhöhtes Sicherheitsgefühl, da sie Ihre Knochen schützen. Für Menschen, die ständig stürzen, ist ein solcher „Fahrradhelm für die Hüfte“ sinnvoll.

Gehen Sie regelmäßig zum Arzt

Wann waren Sie das letzte Mal beim Augenarzt? Wer gut sieht, erkennt Hindernisse schneller und reagiert dementsprechend besser. Wir empfehlen Ihnen regelmäßig einen Sehtest zu machen.

Ferner sollte Ihr allgemeiner Gesundheitszustand gut sein. Lösen Sie mithilfe Ihres Hausarztes Beschwerden. Auch sind Wechselwirkungen und Nebenwirkungen von Medikamenten zu prüfen. Wer zu viele Medikamente einnimmt, kann mit Schwindel oder Sehstörungen zu kämpfen haben.

Vermehrt entstehen Schenkelhalsfrakturen bei Frauen. Bereits in den Wechseljahren ist es ratsam, die Knochendichte zu messen, um eine mögliche Osteoporose frühzeitig zu erkennen. Auch bei diesem Thema lässt sich durch eine Vorsorge und rechtzeitiges Handeln vieles vermeiden.

Für den Ernstfall vorbereitet sein

Trotz aller Vorsicht und Vorkehrungen kann es passieren, dass Sie hinfallen. Deshalb: Bereiten Sie sich für den Ernstfall vor! Ein Armband oder eine Halskette mit einem Notrufknopf ist eine einfache und effektive Lösung.

Es gibt Modelle, die mithilfe von Sensoren erkennen, wenn Sie stürzen. Automatisch löst der Knopf einen Notruf aus, sodass Hilfe zeitnah bei Ihnen eintrifft.

Eine gute Genesung und Unterstützung

Wir hoffen, dass wir durch diesen Ratgeber etwas Licht ins Dunkle bringen. Nehmen Sie bitte einen Sturz nicht auf die leichte Schulter. Einmal mehr zum Arzt zu gehen gibt Sicherheit und verhindert unter Umständen langwierige Verletzungen. Wir wünschen Ihnen für Ihre Zukunft alles Gute. Falls Sie Unterstützung von freundlichen Pflegekräften benötigen, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung: Lebenshilfe24.

Kontaktaufnahme bei allen Fragen zum Thema 24 Stunden Pflege

Bei allen Fragen rund um das Thema 24 Stunden Pflege durch osteuropäische Pflegekräfte ist Lebenshilfe24 Ihr kompetenter und freundlicher Ansprechpartner.

Dieser Ratgeber zum Thema Oberschenkelhalsbruch erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ist als unverbindlich anzusehen. Er soll lediglich als Orientierung für Interessierte dienen. Je nach Neuerungen in der Gesetzgebung/ Verordnung oder im Einzelfall ist es möglich, dass Zahlen abweichen oder Informationen abweichend sind. Die jeweiligen Ansprüche gilt es im Vorfeld mit der zuständigen Pflegekasse zu klären. Ihr Ansprechpartner wird Ihnen exakt mitteilen können welche Kosten übernommen werden.

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